#2 Bücher in Büchern

Wenn im Titel irgendwo das Wort Buch vorkommt. Wenn die Geschichte sich in einer Bibliothek abspielt. Wenn es sich um eine Geschichte über Bücher, Buchhandlungen, Literatur oder das Lesen handelt. Dann werde ich meist sehr, sehr neugierig…

In dieser kleinen Serie möchte ich ein paar dieser besonderen Schätze vorstellen. Außerdem würde ich mich freuen, wenn ihr noch weitere Bücher kennt, die ihr mir empfehlen könnt!

Heute:

Der beste Roman des Jahres von Edward St. AubinSt.Aubin_ Der beste Roman des Jahres

Das Buch

Die Handlung ist in Great Britain angesiedelt und zwar kurz vor der Verleihung eines fiktiven Preises, der wohl an den Man Booker Prize (quasi DER britische Literaturpreis) angelehnt ist.  Das Buch liest sich extrem kurzweilig. Die einzelnen Kapitel sind teilweise nur wenige Seiten lang, sodass man sie schön schnell hintereinander lesen kann. Der Leser springt in unterschiedliche Charaktere: Jury-Mitglieder, Preis-Nominierte oder auch einfach Journalisten, die über den Preis berichten. Jeder hat natürlich einen anderen Favoriten. Denn die anderen Kritiker haben einfach keine Ahnung und die meisten Bücher sind mehr als nur schlecht. Und jeder glaubt fest daran, dass der jeweilige Favorit gewinnen wird…

„Und wenn dann beim Galadinner sein unvermeidlicher Triumph verkündet würde, hielte er jene witzige und großherzige Dankesrede, die er schon ein Dutzend Mal in Gedanken entworfen hatte.“

Klappentext, Quelle: Piper

Ein spannender Einblick hinter die Kulissen des Literaturzirkus und dabei sehr angenehm zu lesen! Besonders die Literaturpreis-Kritik wird hier sehr auf die Schippe genommen. Der Tonfall ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Durch Auszüge der nominierten Bücher in diversen Stilrichtungen (z.B. ein historischer Shakespeare-Roman) werden zudem unterschiedliche Literaturgenre aufs Korn genommen. Der Roman ist sehr kurzweilig und dabei gleichzeitig sehr humorvoll.

Wie kam das Buch in meine Hände?

Ich hatte vor anderthalb Jahren ein wunderbares Seminar in der Uni, in dem wir uns mit Literatur über den Literaturbetrieb beschäftigt haben. Dieses war das erste Buch, das wir gelesen haben und auch dasjenige, was mich am meisten begeistert hat. Ich habe es seitdem immer mal wieder Leuten empfohlen, aber leider wollte es nie jemand lesen. Vielleicht ändert sich das jetzt?

Hier gehts zum Buch

„Der beste Roman des Jahres“ von Edward St. Aubin

Piper

253 Seiten, 9,99 Euro

978-3-492-05435-5

Rückblick: Lesewesen von Juliane Pieper

Nächste Woche: Der Geschichtenverkäufer von Jostein Gaarder

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