Warum ich keine Verlagsvorschauen lese

Vor kurzem bin ich beim Buchperlenblog über eine Herbstvorschau gestolpert. Eine Herbstvorschau im Mai?

Von der Verlagsseite her verstehe ich das sogar: Die Verlage denken in Zeiträumen bis zur nächsten Messe, das heißt für die Herbstvorschau bis zur Frankfurter Buchmesse. Ein Buch ist ja auch noch nicht gedruckt, wenn es geschrieben ist, es wird korrigiert, lektoriert, vom Autor überarbeitet, nochmal lektoriert, dann gesetzt, es gibt eine Korrekturschleife, eine zweite. Und wenn nötig noch einen dritten Korrekturabzug. Dann erst kann gedruckt werden. Der Termin wird vorher gesetzt, je nach Fachbuch oder Belletristik oder eben häufig nach externen Terminen wie zum Beispiel der Messe. Oder einem Termin, der mit dem Autor zu tun hat (Möglichkeit zur Lesereise o.Ä.). Die Verlagsvorschauen werden frühzeitig auf der Verlagswebsite veröffentlicht und auch Verlagsvertretern mitgegeben (bei größeren Verlagen, nicht jeder hat überhaupt Verlagsvertreter). Diese gehen damit in Buchhandlungen und stellen das Programm vor. Was erscheint von wem und vor allem wann (damit man frühzeitig bestellen kann).

Verständlich jedenfalls, dass es diese Vorschauen gibt. Und auch, dass man sie liest um sich zu informieren. Was ich nur nicht verstehe ist, warum man es tun WILL. Wenn ich eine Verlagsvorschau in der Hand habe, dann entdecke ich unglaublich viele Bücher, die ich unbedingt sofort lesen möchte. Das setzt mich unter Druck. Diese Bücher unbedingt sofort kaufen zu wollen, aber nicht zu können. Oder diese Bücher sofort kaufen zu wollen, aber eigentlich keine Zeit zu haben, sie zu Lesen. Schließlich studiere ich ja auch noch ein bisschen, gehe zwei sehr fordernden Jobs nach, engagiere mich in der Fachschaft. Und mein Freund würde mich wohl auch hin und wieder gerne sehen. Um jedes spannende Buch lesen zu können, dafür fehlt mir neben meinem Studium leider die Zeit. Und da ich nicht auf Teufel komm raus möglichst viele Bücher lesen will, lasse ich es lieber gleich sein. Ja, vielleicht verpasse ich dadurch die ein oder andere Neuerscheinung. Aber andererseits lese ich die Homepages meiner Lieblingsautor*innen, gehe in Buchhandlungen oder rede mit Leuten über Bücher. Unmöglich also, dass ich DIE wichtige Neuerscheinung des Jahres verpasse. Und beim Rest der Erscheinungen? Ist es da wirklich so wichtig, bereits vor dem Druck der Bücher etwas von diesen potentiellen Büchern zu erfahren? Immerhin wähle ich dadurch sorgfältiger aus und lese nur Bücher, die ich wirklich, wirklich lesen will.

Wie steht ihr zu dem Thema? Habt ihr schon einmal eine Verlagsvorschau gelesen? Fandet ihr das spannend, hat es euch geholfen? Oder interessiert euch das grundsätzlich nicht? Ich freue mich, über eure Erfahrungen! 🙂

Viele Grüße,  Jennifer

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2 Gedanken zu “Warum ich keine Verlagsvorschauen lese

  1. Hi Jenni!

    Ich schaue ab und an in die Vorschauen meiner liebsten Verlage. Manchmal bekomme ich auch welche per Mail oder Post zugeschickt, dann schaue ich natürlich auch rein und stöbere, ob mir Bücher gefallen und welche ich mit auf die Wunschliste nehme. Gezielt schaue ich aber nicht alle möglichen Vorschauen durch. Das würde einfach zu viel werden, zumal die Wunschliste dann ins Unendliche wachsen würde 😉 Da lasse ich mich doch lieber vom Buchladen und von anderen Blogs inspirieren.

    LG Sarah

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