#6 Montagsfrage Gay Romance & Buch to go der Woche

Hallo ihr Lieben,

hier kommt die Montagsfrage und direkt im Anschluss gibts noch die versprochenen buchigen Impressionen aus Erfurt! 😉


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Welche Erfahrungen habt ihr mit Gay Romance gemacht? Was reizt euch daran, was stößt euch ab? Habt ihr Lesetipps?

Mit Gay Romance habe ich tatsächlich noch nicht so viele Erfahrungen gemacht. Ich habe zu Jugendzeiten ein paar Gay-Romane gelesen, in denen es jedoch vor allem um Coming-Outs ging. Was mich an Gay-Figuren in Romanen oft nervt, ist, dass sie nur so vor Klischees triefen. Besonders, wenn es sich um Nebenfiguren handelt, ist mir dies schon aufgefallen. Ich denke, dass das bei Gay Romance hoffentlich anders ist, kenne mich in diesem Genre allerdings zu wenig aus, um das pauschal sagen zu können. Aber wenn sich eine schwule oder lesbische Figur quasi permanent selbst fragt, „Ist der*die gay wie ich?“ dann finde ich das unglaubwürdig. Ich gehe ja auch nicht durchs Leben und begutachte wirklich alle Männer, die ich treffe, und überlege, ob ich mir eine Beziehung mit ihnen vorstellen könnte. Generell wird mir da in Jugendromanen auch oft zu wenig zwischen Attraktivität, Schmetterlingen im Bauch und wirklicher Liebe bzw. Beziehungstauglichkeit unterschieden. Zumal ich nicht an die Liebe auf den ersten Blick glaube (man beschnuppert sich IMMER vorher). Aber das ist ja schon wieder ein anderes Thema.

Ich lese ab und an Liebesgeschichten, früher waren es allerdings deutlich mehr, und das merke ich inzwischen. Wenn ich eine Liebesgeschichte lese, muss mich die Story fesseln und interessant erzählt sein. Ob es sich dann um eine hetero- oder eine homosexuelle Beziehung geht, spielt da weniger eine Rolle. Der letzte homosexuelle Roman, den ich gelesen habe, war Der Hals der Giraffe, in dem es um eine lesbische Lehrerin geht, die Gefühle für eine Schülerin entwickelt. Allerdings war die ‚Liebes’geschichte quasi nicht vorhanden und die Gefühle wurden so subtil dargestellt, dass ich es irgendwie nicht greifbar fand. Ich denke, dass die Frage da vermutlich eher auch klassische Liebesgeschichten anspielt, die dann auch in einer Beziehung enden.

Ansonsten kann ich nur den Film The Danish Girl empfehlen, der wirklich unglaublich gut und auch einfühlsam erzählt und nebenbei bemerkt künstlerisch wirklich gut gemacht ist. Dazu gibt es, meine ich, auch eine Buchvorlage, aber die habe ich nicht gelesen.

Welche Gay Romance Bücher sind denn besonders empfehlenswert? Ich kann da leider keine Empfehlung aussprechen, da ich mich wie gesagt nicht gut genug auskenne, wäre aber interessiert an Lesetipps! 🙂


Svenja (alias Buchfresserchen) stellt jeden Montag eine Montagsfrage, also eine Frage aus dem Lesealltag. Weil nur meine Antwort aber sehr kurz ausfallen könnte, stelle ich euch außerdem noch mein Buch to go der Woche vor. Das ist ein Buch, dass ich in der Handtasche oder im Rucksack mit mir herumschleppe, weil ich es gar nicht abwarten kann, es zu lesen. Also nutze ich jede freie Minute, lese in der Bahn oder in der Mittagspause. So schaffe ich das Buch meist spielend „nebenbei“ 🙂


Buch to go der Woche

Jo Watson - Kopf aus, Herz an
Jo Watson – Kopf aus, Herz an

Kopf aus, Herz an lese ich gerade für eine Leserunde. Nachdem ich zuletzt eher weniger Liebesromane gelesen hatte, ist es sehr schön, sich mal wieder einfach durch einen seichten Roman treiben zu lassen. Ich bin aktuell in Kapitel 2, komme aber leider mit den Figuren nicht so klar. Die Hauptfigur ist ein bisschen pedantisch und sehr, sehr oberflächlich bisher. Ich habe gehört, dass sich das noch ändert im Laufe des Romans und bin gespannt. Ansonsten ist es aber witzig geschrieben, wenn auch manchmal übertrieben, aber dazu gibt’s demnächst mehr…

Dadurch, dass ich nicht permanent über die Handlung nachdenken muss, ist es ein guter Roman, um ihn unterwegs zu lesen!

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7 Gedanken zu “#6 Montagsfrage Gay Romance & Buch to go der Woche

      1. Die Prinzen ja von C. S. Pacat. Super schöner Roman. In drei Teilen oder die Gesamtausgabe. Auf meinem Blog ist auch eine Rezension darüber. Und Lied des Achill ist mehr eine geschichtliche Auslegung, aber als Roman geschrieben.

        Gefällt 1 Person

  1. Grüße ^^,

    ja die Klischees. Manchmal will man seinen Kopf einfach gegen die Wand hauen. Leider findet man das aber auch in vielen anderen Liebesromanen /Erotik. Oft hat man einen mächtigen und einen schwachen Part. Mehr Gleichberechtigung gibt es da meistens nicht so ganz. Aber findet man gerade das, ist es großartig. Einen tollen Gay-Romance Titel kann ich dir aber noch nicht ans Herz legen. Dafür vielleicht eine tolle Liebesgeschichte zwischen zwei Mädels. „Den Mund voll ungesagter Dinge.“ Wirklich toll und ergreifend ♥

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank für den Hinweis 🙂
      Ja, die Klischees sind oft furchtbar. Wobei es da egal ist ob Hauptfigur oder schwuler bester Freund. Ich denke, daher rühren auch die Abneigungen der meisten vor den Gay Romanen her…
      VG Jennifer

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